Die Idee

Die Idee

Kaufst du ein Netz Mandarinen, wenn es nicht der Norm entspricht? Oder wenn eine Frucht sichtbar kaputt ist?

Kaufst du einen Joghurt, wenn er heute das MHD erreicht? Kartoffeln, welche langsam anfangen zu keimen? Ein großes Paket Mehl wird versehentlich beim Öffnen der Palette angeritzt und einige Gramm fehlen – greifst du zu?  

Diese Lebensmittel sind durchaus noch verzehrbar und wahrscheinlich auch sehr lecker. Jedoch lassen sie sich nicht mehr allzu lange lagern, oder eine ansprechendere Frucht hüpft viel eher in deinen Einkaufswagen. Warum etwas Fehlerhaftes kaufen, wenn du auch ein einwandfreies Produkt bekommst?

Was passiert mit dieser ausgesonderten Ware? Im Regelfall werden diese als Sondermüll entsorgt. Keiner von uns möchte das zusätzliche Trennen der verschiedenen Rohstoffe bezahlen. Also kommt alles in eine große Tonne zur Entsorgung.

Wir möchten dem entgegenwirken und unseren Ressourcen achtsam begegnen. Was verzehrbar ist soll von Menschen verzehrt oder benutzt werden (entsorgt werden zum Beispiel auch Hygieneprodukte, deren Verpackung nicht mehr einwandfrei ist, Kalender die schon einige Wochen des neuen Jahres ihr Dasein fristen…). Reste, welche die Menschen nicht essen können oder wollen, kommen Tieren zugute. Hühner, Schweine, Pferde, Hasen und viele mehr freuen sich über die abwechslungsreiche Kost.

Die Lebensmittel kommen ihrem erdachten Zweck nach und die Supermärkte sparen Kosten der Entsorgung. Dieser Umstand schlägt sich in den Preisen nieder.

Diese aussortierten Lebensmittel erreichen eine Vielzahl von Menschen, denn es ist im Regelfall keine lagerbare Ware dabei. Viele Menschen retten somit täglich einen Teil der Lebensmittel und helfen den Handelsketten den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln zu wahren – Beispiel der Mandarinen. Das Netz mit der kaputten Mandarine darf nicht mehr verkauft werden. Ein achtsamer Umgang erfordert diese eine Frucht auszusortieren und den Rest für den Verzehr bereitzustellen. Das wiederum übernehmen die Retter und erfüllen somit einen wichtigen Teil im System.

Lagerbare Ware kommt den Tafeln in Deutschland zu. Sie teilen die Lebensmittel an bedürftige Menschen und Familien aus. Die Lager- und vor allem Kühlkapazität reicht nicht immer bis zur nächsten Ausgabe. Brot und Brötchen zum Beispiel werden am Abend aus den Supermarkt-Regalen genommen. Eine sofortige Abgabe zum Verzehr ist erforderlich.

Wir verteilen ausschließlich Lebensmittel, die aufgrund verschiedener Umstände von den Tafeln nicht ausgegeben werden können.

Wir holen die Lebensmittel aus dem Kühlhaus der Märkte, geben Uhrzeit und Ausgabeort bekannt und fahren auf direktem Weg dorthin um sie an die Retter zu verteilen.

Die Retter sind sich bewusst, dass es sich um fehlerhafte Ware handelt, die gegebenenfalls gewaschen und auf Essbarkeit geprüft werden muss. Die Supermärkte wie auch die Abholer geben nur Lebensmittel aus, die augenscheinlich verzehrbar / benutzbar sind. Ein achtsamer Umgang mit diesen Ressourcen ist für alle Beteiligten Leitgedanke und somit selbstverständlich.